Jahreshauptversammlung Kasseler Jägerschaft Hubertus e.V. 12. März 2026
63 Vereinsmitglieder nahmen an der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Kasseler Jägerschaft Hubertus e.V. im Vereinslokal „Eppo’s Clubhaus“ teil.
Nach der traditionell stimmungsvollen Begrüßung durch das gemeinsame Bläsercorps und den Worten des ersten Vorsitzenden Axel Krügener gedachten die Teilnehmer der verstorbenen Mitglieder.
Der zweite Vorsitzende Michael Walkus berichtete über die Vereinsaktivitäten des vergangenen Jahres. Aktuell gehören 469 Mitglieder dem Verein an. Für die Kitzrettung wurde eine weitere Drohne angeschafft. Weitere Förderanträge wurden leider von der zuständigen Behörde abgelehnt, da die Mittel aus der Jagdabgabe infolge vermehrter Anträge durch anderer Vereine knapp werden.
Für das gemeinsame Bläsercorps berichtete Inge Arend von zahlreichen öffentlichen Auftritten im Jahr 2025. Ein neuer Einsteigerkurs für das Jagdhornblasen wird ab dem 13. April 2026 im Bürgerhaus Jungfernkopf angeboten. Interessierte sind herzlich dazu eingeladen, daran teilzunehmen.
Aus dem Bereich der Jungjägerausbildung stellte Cord Brand stellvertretend für Jannis Hellmuth die aktuelle Situation dar. 2025 wurden 13 Jungjäger zur Prüfung gemeldet, von denen leider 60 Prozent nicht bestanden haben. Diese Quote entspricht dem Landesschnitt in Hessen und ist im Wesentlichen auf die verschärften Bedingungen der schriftlichen Prüfung zurückzuführen. Zum 01. April 2026 tritt eine neue Jagdverordnung in Kraft, die auch die Bedingungen für die Jägerprüfung neu fasst. Für das Jahr 2026 sind zehn Jungjäger zur Prüfung gemeldet, für den Kurs 2027 liegen bisher acht Anmeldungen vor.
Aus dem Hundewesen berichtete Angela Schirakowski, dass es 2025 15 Anmeldungen für den Hundekurs gab. 13 Gespanne haben schließlich teilgenommen. Eine Brauchbarkeitsprüfung wurde im vergangenen Jahr nicht angeboten, da kurzfristig ein Richter ausgefallen war und zudem etliche Hunde aufgrund fehlender Papiere in Hessen nicht zur Brauchbarkeitsprüfung zugelassen werden konnten. Der neue Kurs beginnt am 05. Mai 2026, derzeit liegen sieben Anmeldungen vor.
Im Bereich Naturschutz hob Axel Krügener die besondere Bedeutung unseres Hundeausbildungsteiches hervor, der zahlreichen Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum dient.
Jürgen Goldmann erläuterte die Aktivitäten der „Gebrauchsbläser.“ Zur Vorbereitung auf die herbstlichen Drückjagden fanden wöchentliche Treffen auf dem Schießstand statt, bei denen sich die interessierten Bläser gemeinsam auf die kommende Saison vorbereiteten.
Am 08. November 2026 wird in der Stiftskirche Kaufungen eine Hubertusmesse abgehalten, die unter anderem vom Mündener Jagdverein mit rund 30 Bläsern musikalisch begleitet wird.
Achim Hübner informierte über die Entwicklungen auf unserem Schießstand. Eine besondere Bedeutung hat die Sicherheit. Gleichzeitig spielen aber auch die gelebte Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft eine zentrale Rolle. Mehr als 100 Aufsichten wurden geschult, 50 von ihnen sind aktiv im Einsatz. Im Jahr 2025 fanden 63 öffentliche Schießen statt, bei denen über 3.000 Schützen betreut wurden. Hinzu kamen die Termine für Jagdvereine, Behörden, die Jungjägerausbildung mit Prüfung sowie ein Qualifikationsschießen für die Landesmeisterschaft. In Summe wurden über 115.000 Tauben geworfen neben den „unzähligen Kugelschüssen“. Hübner schließt mit einem großen Dank an das leistungsstarke Team sowie auch an alle weiteren Unterstützer, ohne deren Einsatz diese außerordentliche Leistung nicht abzubilden wäre.
Das Greenkeeper-Team wurde stellvertretend für Marvin Trebing von Helena Schefski vertreten. Derzeit engagieren sich neun Mitglieder in diesem Bereich. Im vergangenen Jahr wurden zwölf Einsätze mit 128 Arbeitsstunden geleistet.
Für den Rechtsausschuss führte Jens Peters aus, dass dieser im Jahr 2025 nicht tätig werden musste.
Michael Walkus berichtete stellvertretend für Miklas Klinger über die Drohnenstaffel. Insgesamt wurden mehr als 70 Einsätze zur Kitzrettung geflogen. Zur Verlängerung der Einsatzzeiten wurden zusätzliche Akkus angeschafft.
Aus der Schweißhundestaffel informierte Carsten Brethauer, dass sich die meisten Einsätze rund um die herbstlichen Bewegungsjagden konzentrieren. Totsuchen werden heute häufig mit der Wärmebildkamera selbst erledigt. Dies habe leider den negativen Nebeneffekt, dass diese für die Junghunde so wichtigen Übungssuchen wegfallen. Leider ist auch festzuhalten, dass ein Schweißhund während eines Einsatzes erschossen wurde.
Gudrun Hose führte aus, dass die Frühjahrsmesse Kassel ein voller Erfolg war. Gleichzeitig warb sie für eine stärkere Beteiligung weiterer Mitglieder bei der Standbetreuung.
Die Aktivitäten des Redaktionsteams wurden von Stefanie Brand vorgestellt. Gut 25 Beiträge wurden im letzten Jahr auf der Homepage und in den sozialen Medien veröffentlicht. Ein herzliches Dankeschön an alle aktiven Mitglieder, die immer wieder ihren Beitrag dazu leisten.
Die Schatzmeisterin des Vereins Claudia Damm legte anschließend die Finanzen des Vereins dar und bedankte sich bei allen Helfern, Unterstützern und Motivatoren.
Der Bericht der Kassenprüfer stellte keine Beanstandungen fest und Paul Maurice Hose beantragte daraufhin die Entlastung des Vorstandes, die von der Versammlung einstimmig bei einer Enthaltung erteilt wurde.
Zwei Anträge wurden von der Hauptversammlung positiv beschlossen: die Wahl eines Ersatzrechnungsprüfers sowie die Möglichkeit einer Aufwandsspende für aktive Mitglieder.
Nach knapp zwei Stunden beendeten die Vorsitzenden den öffentlichen Teil der Veranstaltung.
(Verfasser: Stefanie Brand)



